Schulterblick bei Raubein

Wir möchten hin und wieder unsere Arbeit dokumentieren. Nicht um uns selbst auf die Schulter zu klopfen, sondern um Interessierten zu zeigen, wo wir Produkte gefunden und aufgestöbert haben. Wie wir sie behandelt haben. Und vielleicht gibt es dort oder da auch noch die ein oder andere Hintergrundgeschichte zu erzählen. Man nennt das neudeutsch heute Storytelling. Es sei wichtig, hat man uns erzählt. Nun ja, für uns ist es einfach nur Leidenschaft und ehrliches Auseinandersetzen mit unserem Projekt, der Materie und mit unserem Raubein-Alltag. Viel Spaß beim Lesen, Schauen oder einfach Schmökern.

In den Katakomben

Man muss schon ein wenig verrückt sein, einen Blick für alte Dinge haben, die Dunkelheit nicht scheuen und zumindest keine Stauballergie haben. Anpacken können. Ach ja – und Freude am Tun. Dann hat man schon gute Voraussetzungen, um in das Raubein-Team aufgenommen zu werden. Lena hat die Aufnahmeprüfung geschafft. Susanne und Markus sind Raubeine der ersten Stunde. Fundort: alte Käsefabrik, Keller, gespenstige Atmosphäre. Alte Käsewägen, die wir bearbeiten und neu interpretieren.

Wir lernen polstern – vom Profi

Christian Kuster (Wohnstudio Kuster Hard) hat uns das Polstern gelernt. Na ja besser gesagt, wie man Stühle bepolstert. Sofas und Couches werden natürlich noch vom Profi restauriert und gepolstert. Die erste Arbeit von uns kann sich aber durchaus sehen lassen. Neben der neuen Polsterung haben wir geschliffen, teilweise neue Schrauben eingesetzt, geleimt und geölt. Und es gibt dann gleich zwei davon bei uns zu haben. Greift zu.

Freizeit ist Raubeinzeit

Lea schleift, Papa Michael lackiert und Mama Anna polstert. Lea verstärkt ab und zu auch das Raubein-Team. So soll es sein. Klassische 70-iger Jahre Küchenstühle aus einem Hotel im Südtirol erstrahlen im neuen Glanz, verlieren aber nicht den Vintage-Look der damaligen Zeit. Und vielleicht sitzt du ja bald mal auf einem dieser Stühle in einer der Filialen der Bäckerei Mangold in Vorarlberg. Wir hätten noch ein paar dieser coolen Geschichtenerzähler auf Lager – mit Wunschüberzügen und bunten Farben individuell für dich.

Und die Reise geht weiter!

Unser Motto: Möbel ohne Ende. Es ist immer ein besonderer Moment, wenn unsere Kunden ihre „neuen“ Möbel und Accessoires abholen. Die Reise der Möbel geht weiter. Unser Ziel ist jedoch erreicht: Wir haben tolle Dinge wieder einer neuen Verwendung zugeführt. Bearbeitet. Liebgewonnen. Losgelassen. Nachhaltig. Schön.

Im Kloster – nur anders

Kurz vor dem Abbruch eines Gebäudes in einem Vorarlberger Kloster, bekamen wir den Zutritt und die Möglichkeit teilweise über 100 Jahre alte Möbel und Gegenstände für Raubein zu ergattern. Naturgemäß bekamen wir auch viel Arbeit – schöne Arbeit – mit im Paket. Wer kann aber schon sagen, dass er Möbel aus einem Kloster bekommen hat, die dann auch noch bearbeitet wurden und neuen Verwendungszwecken zugeführt wurden. Wir von Raubein. Danke Schwester Barbara.

Kisten und Truhen – Anna hat ein spezielles Auge dafür

Turnunterricht für schwere Jungs

Starke Jungs brauchte es, als wir die Möglichkeit bekamen, alte, für den Schulbetrieb jedoch nicht mehr zugelassene Turngeräte abzuholen. Jonas und Lucas waren mit Markus im Sondereinsatz. Der Muskelkater war vorprogrammiert – natürlich nicht beim Handballer Jonas. Viele Stunden danach entstand u.a. ein neuer und sehr einzigartiger, höhenverstellbarer Tisch oder ein Pauschenpferd und ehemaliger Basketballkorb mit neuer Verwendung. Läuft!

Von der Industrieuhr zum Wohn-Accessoire

Über Jahrzehnte begleitete diese strombetriebene Industrieuhr den Arbeitsalltag vieler Fabriksarbeiter/innen und zeigte ihnen Arbeitsbeginn und -ende an. Sicher waren wir nicht, ob wir die starken Verschmutzungen wegbringen. Ein Versuch war es auf alle Fälle wert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und es entstand ein schönes Wohn-Accessoire im Vintage-Stil.


Wie ein vergammelten Polstersessel ein neues Leben bekommt

Ein Holzspind der uns das Schleifen lehrte!

In einem verlassenen Textilunternehmen fanden wir den mindestens 60 Jahre alten Holzspind. Auf den ersten Blick dachten wir an holen, reinigen und fertig. Leider nein. Wir lernten wie lange es wirklich braucht um Geruch – um nicht Gestank zu sagen – zu entfernen und das Holz so zu schleifen, dass es anschließend gewachst werden konnte. Die blauen Flecken und den Muskelkater vom Schleppen vergessen wir an dieser Stelle. Die Mühe hat sich gelohnt – am Ende haben wir sogar zwei Spinds gefunden und bearbeitet. Und wir arbeiten beim Schleifen nur noch mit Mundschutz. Auch das lernten wir.

Und so schaut er jetzt aus – sein Zwilling wartet noch auf die Bearbeitung durch uns